Leipzig (dpa) -
Energie am Boden zerstört
Timmy Thiele weinte noch minutenlang hemmungslos, Trainer Claus-Dieter Wollitz schlich gesenkten Hauptes durch den Regen im Cottbuser Stadion. Immerhin kam irgendwann der Trotz zurück und das Team verabschiedete sich mit einem Plakat: «Immer vorwärts, Energie» aus der Saison. Völlig unnötig zu früh, denn die Chance auf den Relegationsplatz drei war lange da, ehe man im Willen, diesen auch zu bekommen, in Konter des FC Ingolstadt lief und am Ende sang- und klanglos 1:4 unterlag. Das Erreichen der DFB-Pokal-Qualifikation als Tabellenvierter war dann nur noch ein schwacher Trost.
«Wir sind eine verdammt geile Truppe und wir haben Großes geschafft, leider nicht das ganz Große», sagte Thiele in der ARD. «Es tut jetzt weh, es wird auch noch paar Tage wehtun, aber dann greifen wir wieder an», sagte der Top-Angreifer der Lausitzer.
«Wir sind traurig, dass wir diese zwei Spiele nicht bekommen haben. Zum Sport gehört es aber auch, Niederlagen zu akzeptieren und entsprechend damit umzugehen», sagte Wollitz. Der Stolz, als Aufsteiger nur ganz knapp den Durchmarsch in die 2. Bundesliga verpasst zu haben, wird wohl erst noch kommen. In jedem Fall war Energie eine Bereicherung für die Liga. Ein Team, das die Etablierten das Fürchten lehrte. Aber auch ein Team, dem man in entscheidenden Phasen wie eben gegen Ingolstadt fehlende Erfahrung und Cleverness anmerkte.