Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz verspricht einen Kampf. Cottbus-Experte Ole Werner möchte hingegen mit RB Leipzig im Pokalspiel beim Drittligisten den großen Stress gerne vermeiden. «Ziel ist es, keinen turbulenten Spielverlauf zuzulassen. Ich habe mit Bremen dort gespielt, es wartet ein leidenschaftlicher Gegner auf uns», sagte der RB-Cheftrainer vor dem Zweitrundenspiel an diesem Dienstag (20.45 Uhr/Sky) bei den Lausitzern und betonte: «Wir werden den Tabellenführer der dritten Liga nicht unterschätzen.»
Bangen um Energie-Torjäger
Nach dem 4:3 gegen Aufsteiger TSV Havelse, was zugleich die Tabellenführung brachte, bangt Cottbus um Stürmer Erik Engelhardt. Nach einem Foul in der 73. Minute hatte er Schmerzen an der Hüfte und musste später ausgewechselt werden. Auch Tolcay Cigerci blieb mit lädiertem Knöchel etwas länger liegen. Ein Ausfall der beiden Angreifer wäre gegen RB kaum zu verkraften, immer erzielte allein Engelhardt sieben Tore aus den letzten sechs Spielen.
Trainer Wollitz haderte nach den drei Gegentreffern des bislang sieglosen Aufsteigers mit seiner Defensive. «Wenn wir da weitermachen, wo wir heute aufgehört haben, dann ist das Spiel relativ schnell erledigt», meinte er angesichts der Offensivkraft der Leipziger. Daher versuchte er, sein Team stark zu reden. «Da können die erzählen, was sie wollen. Das wird ein Kampf», verspricht der 60 Jahre alte Energie-Coach.
Cottbus daheim noch ungeschlagen
Zudem komme das Leipziger 4-3-3-System Wollitz entgegen. «Sie spielen eine gute Systematik, eigentlich meine Lieblingssystematik», meinte er und verlangt vom Drittligisten «gegenzuhalten, um, wenn möglich, einen Pokalkrimi am Dienstagabend zu bekommen».
Die Lausitzer sind in dieser Saison zu Hause noch ungeschlagen. In der ersten Pokalrunde warf Energie Zweitligist Hannover raus. Zudem kann Energie Pokal, schaffte es 1996/1997 bis ins Finale und verlor dort 0:2 gegen den VfB Stuttgart. 2010/2011 war erst im Halbfinale Schluss, beim 1:2 gegen den MSV Duisburg. Nun ist es das erste Zweitrunden-Heimspiel seit 2010. Das LEAG Energie Stadion ist mit 22.528 Fans seit Wochen ausverkauft.
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