Das Statement nach diesem Los ließ deutlich länger als gewohnt auf sich warten. Er hätte sich natürlich «andere Umstände für das Wiedersehen gewünscht», sagte Domenico Tedesco über drei Stunden, nachdem feststand, dass er mit RB Leipzig im Achtelfinale der Europa League auf das russische Hauptstadt-Team Spartak Moskau treffen wird. «Sportlich ist das alles andere als eine leichte Aufgabe», sagte Tedesco auch noch. Doch das sportliche ist bei den beiden Begegnungen am 10. und 17. März nur der eine Aspekt nach der Invasion Russlands und dem Krieg in der Ukraine.
Gut gelaunt hatten sich Profis und Trainer gegen Vormittag noch auf den Rückweg nach Leipzig gemacht. Einzug ins Achtelfinale geschafft, dazu das 1000. Pflichtspieltor, eine über weite Strecken sehr souveräne Leistung. «Man spielt Fußball für diese Europapokalnächte», hatte Mittelfeldantreiber Konrad Laimer nach dem 3:1 am Donnerstagabend in San Sebastián gesagt.
Die Schwärmerei wich im Landeanflug der Realität und einem Los, das auch wie eine schwere Last nun auf den Leipzigern liegen wird. «Ich hoffe wirklich, dass alles dafür getan wird, um doch noch schnell eine friedliche Lösung zu finden», betonte Tedesco.