Der Frust über die Nullnummer stellte sich bei RB Leipzig vor allem beim Blick auf die Konkurrenz ein. «Im Moment ist es schon so, dass wir uns ärgern. Es wären ja drei Punkte drin gewesen, und die hätten uns unheimlich gut getan», sagte Kapitän Willi Orban nach dem 0:0 gegen den unmittelbaren Verfolger Eintracht Frankfurt. Das 32-Tore-Trio der Hessen blieb am Samstag in der Red Bull Arena absolut chancenlos, das Leipziger 21-Treffer-Duo konnte die Vielzahl an Möglichkeiten vor 38 330 Zuschauern nicht nutzen.
«Natürlich wäre es schön gewesen bei den anderen Ergebnissen, heute gewonnen zu haben», betonte RB-Trainer Ralf Rangnick. «Es gibt aber solche Tage, an den du sagen musst: Mit dem Punkt musst du leben.» Rangnick war mit der Leistung zufrieden, nicht mit dem Resultat, Kollege Adi Hütter freute sich über den Punkt, nicht aber über die Leistung: «Weil wir uns in der Offensive nicht durchsetzen konnten.»
Gastgeber Leipzig verpasste es, den Vorsprung auf Frankfurt von fünf auf acht Punkte am 21. Spieltag der Fußball-Bundesliga auszubauen. Zudem hätten die Sachsen mit dem dritten Sieg in Serie in der Meisterschaft den Rückstand auf den Tabellendritten Borussia Mönchengladbach nach dessen 0:3-Pleite gegen Hertha BSC bis auf zwei Zähler verkürzen können.