Marco Rose wischte sich erleichtert mit der Hand über die Stirn. Der Leipziger Trainer musste im Heimspiel gegen Hertha BSC am Ende mächtig zittern, nachdem die souveräne 3:0-Halbzeitführung eigentlich auf einen relativ entspannten Samstagabend hingedeutet hatte. Doch RB rettete beim packenden 3:2 (3:0) den Sieg letztlich etwas glücklich über die Zeit und rückte bis auf einen Punkt an die Europapokal-Plätze heran.
«Das Glück war auf unserer Seite. Das ist Fußball, es kann schnell gehen. Daraus müssen wir lernen und es besser machen», sagte RB-Mittelfeldspieler Emil Forsberg, der den 1:0-Führungstreffer (25. Minute) erzielt hatte: «Großes Lob an die Berliner, die haben es gut gemacht.»
Herthas Abwehrspieler Marc Oliver Kempf war stolz auf die fast geglückte Aufholjagd: «Jeder, der das Ergebnis in der ersten Halbzeit gesehen hat, ist davon ausgegangen, dass wir mit vier, fünf Dingern nach Hause fahren. Wir haben die Leute eines Besseren belehrt.» Chidera Ejuke (81.), Davie Selke (86.) und Wilfried Kanga (90.+4), der den Pfosten traf, vergaben in einer turbulenten Schlussphase große Chancen zum Ausgleich.