Der Presseclub Dresden hat seinen mit 10.000 Euro dotierten Erich-Kästner-Preis an Natalija Bock verliehen. Die gebürtige Ukrainerin lebt seit 26 Jahren mit ihrer Familie in Dresden und ist seit dem russischen Angriffskrieg auf ihre alte Heimat Dreh- und Angelpunkt für Kriegsflüchtlinge. Sie organisierte die Aufnahme von Menschen in Privat-Wohnungen, vermittelte Kita- und Arbeitsplätze und fungierte als Schnittstelle zu Kommunal- und Landespolitik. Zudem ist sie Mitgründerin des Ukrainischen Koordinationszentrums und des Ukrainischen Hauses Dresden.
«Natalija Bock ist für viele Menschen zum Vorbild geworden, auch weil sie in einer Zeit klare Werte vertritt und deutliche Worte findet und sich für eine freie Welt einsetzt, in der so mancher lieber unklar bleibt, wie die öffentliche Debatte in Sachsen immer wieder zeigt», erklärte Presseclub-Vorsitzender Tobias Wolf. Die Preisträgerin sieht den Preis nicht nur als eine persönliche Auszeichnung und erinnerte an die Hilfsbereitschaft Tausender Menschen in Sachsen. «Das ist ein Preis für ein empathisches, weltoffenes und hilfsbereites Sachsen, das es zu bewahren gilt. Danke.»