Die Ministerpräsidenten von Sachsen und Brandenburg, Michael Kretschmer (CDU) und Dietmar Woidke (SPD), werben in einem Brief an den Kanzler um ausreichende Mittel zur Unterstützung der Sorben. Die beiden Regierungschefs bitten Friedrich Merz (CDU) darin, sich noch in diesem Jahr für ein auskömmliches Abkommen über die gemeinsame Finanzierung der Stiftung für das sorbische Volk in der Ober- und Niederlausitz einzusetzen. Das aktuelle Abkommen läuft Ende dieses Jahres aus.
Das Bundesinnenministerium hat einen Entwurf für ein neues Finanzierungsabkommen vorgelegt, das von 2026 bis 2030 gelten soll. Die Mittel für die Stiftung stiegen darin zwar, ermöglichten aber wegen Kostensteigerungen nur die Sicherung des Status quo der Arbeit, schrieben Kretschmer und Woidke in dem Brief, der der dpa vorliegt. Dennoch unterstützten beide Länder trotz großer finanzpolitischer Herausforderungen den Entwurf und orientierten die Finanzplanung daran. Der Bund trägt zur Förderung 50 Prozent bei, Sachsen ein Drittel und Brandenburg ein Sechstel.