Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat die Menschen anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus zur Wachsamkeit aufgerufen. «Wir können die Geschichte nicht rückgängig machen», sagte er laut Mitteilung heute zur Zentralen Gedenkfeier des Freistaates in Pirna-Sonnenstein. «Aber wir können im gemeinsamen Erinnern und der gemeinsamen Trauer das Gedenken an die Opfer lebendig halten und wachsam sein gegenüber jeder Verharmlosung von Diktatur und Menschenverachtung.»
Der Schrecken über die millionenfachen Morde lässt laut Kretschmer nicht nach. «Dieses Unrecht verjährt nicht», sagte er mit Blick auf den 27. Januar, der zugleich der 80. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz ist. «Der Weg in die Vernichtungslager begann mit der Verachtung von kranken Menschen, mit der Beurteilung von Menschen als lebenswert und lebensunwert.» Auch auf dem Sonnenstein und in Großschweidnitz seien aus Heilanstalten Orte geworden, an denen Menschenleben planvoll ausgelöscht wurden.