Die Diakonie Sachsen fordert angesichts steigender Energie- und Lebensmittelpreise eine Ausgleichszahlung für Menschen mit geringem Einkommen. «Immer mehr Menschen geraten durch pandemiebedingte Einkommensverluste wie Kurzarbeit, Wegfall des Minijobs oder gescheiterte Selbstständigkeit in finanzielle Notlagen», teilte die Diakonie am Mittwoch in Radebeul mit. Und immer mehr Menschen würden unter dem Druck der Schulden psychisch krank, hieß es mit Blick auf eine bundesweite Umfrage der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung.
«Fällige Kredite, Miet- und Energieschulden machen große Angst - verständlich, dass die psychische Belastung zunimmt», erklärte Diakonie-Chef Dietrich Bauer. Ohne einen sofortigen Ausgleich gerate man in eine «noch größere soziale Unwucht, die das Vertrauen in eine funktionierende Demokratie weiter erodieren lässt». Zudem habe man trotz stark erhöhter Nachfrage nach Hilfe und Beratung keineswegs mehr Kapazitäten in den Beratungsstellen. Das Personal dort arbeite bereits über dem Limit und das nicht erst seit der Pandemie. Längere Wartezeiten würden das Problem Verschuldung noch verschärfen.