Mehr als 2500 Menschen haben in den vergangenen zehn Jahren den Tag bei geistlichem Wort auf der Kuppel der weltberühmten Dresdner Frauenkirche begonnen. Bisher fanden 48 solcher Morgenandachten in luftiger Höhe statt, wie die Stiftung Frauenkirche zu Saisonbeginn an diesem Samstag auf Anfrage mitteilte. Bis Mitte August soll sich jeweils am ersten und dritten Samstag im Monat wieder eine kleine Gemeinde bilden, die die 283 Stufen zu Fuß hinauf steigt zur Aussichtsplattform in 67 Metern Höhe - vom Treppenturm G, die steinerne Kuppel im Inneren umrundend über zwei Leitertreppenpassagen ins Freie.
In der sogenannten Laterne mit Blick über die Stadt und ins Elbtal können Frühaufsteher erstmals an diesem Samstag zur Musik vom Saxofon dem geistlichen Wort lauschen, beten und singen. Die besondere Andacht hatte 2012 Premiere, pausierte nur in den Pandemie-Jahren 2020 und 2021. Die Idee dazu geht auf den Bericht des Evangelisten Markus in der Bibel zurück, nach dem sich Jesus in aller Frühe an einen «einsamen Platz» zum Beten zurückzog.