Mühlrose im Nordosten Sachsens ist der letzte Ort im Freistaat, der für den Braunkohleabbau weichen muss. Die Umsiedlung des bisherigen Ortsteils von Trebendorf für den Tagebau Nochten steht nun unmittelbar vor dem Abschluss.
Die Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG) rechnet nach eigenen Angaben fest damit, dass die noch bewohnten Grundstücke innerhalb des ersten Quartals 2025 aufgegeben werden. Später werden die Flächen komplett beräumt. Bereits ab Januar sollen die Straßen im alten Dorf für den öffentlichen Verkehr gesperrt werden.
Unter Mühlrose befinden sich rund 150 Millionen Tonnen Kohle. Die LEAG geht nach wie vor davon aus, dass die Menge zur Stromerzeugung gebraucht wird, um vor allem das Kraftwerk Boxberg bis Ende 2038 «unterbrechungsfrei und bedarfsgerecht» beliefern zu können. Dies habe der Tagebaubetreiber den Behörden für die bergrechtliche Genehmigung nachweisen müssen, sagte LEAG-Sprecher Thoralf Schirmer.