Die Schwestern des Klarissenordens von der Ewigen Anbetung geben ihr vor knapp einem Jahrhundert gegründetes Kloster im sächsischen Bautzen auf. Wie das Bistum Dresden-Meissen am Donnerstag mitteilte, verlassen sie es bis Ende September. Grund ist die Zerrüttung ihrer Gemeinschaft durch «eine schleichend gewachsene Krise» und «unlösbare Konflikte». Dem Konvent gehören aktuell acht Nonnen an. Jeweils drei der Ordensschwestern wechseln ins Kloster der Nazarethschwestern in Goppeln nahe Dresden sowie ins Klarissenkloster nach Dingolfing in Bayern, eine weitere will im Ursprungskloster des Ordens in Frankreich leben. Die jüngste Nonne aber lässt ihre zeitliche Profess, das Gelübde zur Bindung an die Ordensgemeinschaft, auslaufen und beginnt danach eine Ausbildung.
«Nun stehen wir an einem Punkt, an dem unvermeidlich das Ende des Klosters der Klarissen von der Ewigen Anbetung in Bautzen bevorsteht», heißt es in einem Abschiedsbrief der Nonnen. Sie beklagen darin, es nicht vermocht zu haben, die Konflikte, die zum Bruch führten zu lösen. «Wir stehen hier in der bitteren Erfahrung der Armut des Scheiterns.»