In Sachsens Aufnahmeeinrichtungen für Asylberber gibt es nur wenige Corona-Infektionen. Aktuell sind 33 Menschen erkrankt und separat untergebracht, eine Unterkunft steht noch bis Freitag unter Quarantäne, wie der zuständige Abteilungsleiter der Landesdirektion Sachsen, Jens Löscher, in der Aufnahmeeinrichtung in der Landeshauptstadt am Donnerstag sagte. «Alle Ankommenden werden obligatorisch getestet», sagte Vize-Behördenchef Walter Bürkel. Dabei gebe es bisher kaum positive Fälle, Ansteckung finde dann eher außerhalb statt. «Ein Test ist nur eine Momentaufnahme, was die Menschen dann zwei Tage später machen, ist nicht mehr in unserer Hand.»
Das als «Stand by»-Unterkunft konzipierte Areal mit fünf Wohncontainern für rund 200 Menschen im Dresdner Norden wird ab Januar 2021 Stück für Stück bezogen, sagte Bürkel. Sie ist Ausweichquartier für andere Einrichtungen, wo Baumaßnahmen geplant sind. Die Landesdirektion Sachsen unterhält insgesamt 13 Aufnahme- sowie eine Hafteinrichtung. Aktuell werden mit 1908 etwa 52 Prozent der 3662 belegbaren Plätze genutzt. Die Zugangszahlen waren in den letzten Monaten rückläufig, sagte Bürkel. Inzwischen sei das Niveau vor der Corona-Pandemie wieder erreicht. «Pro Tag kommen etwa 25 bis 30, mit Schwankungen.»