Der Warnstreik der Gewerkschaft Verdi hat den Nahverkehr in fünf sächsischen Städten am Freitag weitgehend lahmgelegt. «Die DVB-Fahrzeuge stehen still», sagte Falk Lösch, Sprecher der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB), am Freitagmorgen. In der Landeshauptstadt fuhren demnach keine Straßenbahnen und vier Fünftel des Busverkehrs fielen aus. Lediglich einige wenige Busse, die von Subunternehmen betrieben würden, seien unterwegs, sagte Lösch.
Auch in Leipzig wurde der Linienverkehr der Straßenbahnen und Busse eingestellt, wie die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) mitteilten. Verdi hatte zudem in Chemnitz, Zwickau und Plauen zum ganztägigen Warnstreik im Nahverkehr aufgerufen. Auch in fünf anderen Bundesländern gab es Warnstreiks. Die Gewerkschaft will damit Druck machen im Tarifkonflikt für den öffentlichen Dienst der Kommunen und des Bundes.
Verdi-Chef Frank Werneke sprach am Freitagnachmittag von einer »Wahnsinnsbeteiligung». Nahezu alle Beschäftigten, die Verdi zum Warnstreik aufgerufen hatte, seien dem Aufruf gefolgt, sagte er auf der Landesbezirkskonferenz der Gewerkschaft in Leipzig. An der Konferenz nahmen Delegierte aus den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen teil.