Die sächsische CDU möchte trotz ihrer Niederlage gegen die AfD bei der Europa- und Kommunalwahl zur Landtagswahl am 1. September «deutlich stärkste Kraft» im Freistaat werden. «Wir wollen den Freistaat auch in den kommenden Jahren führen mit Michael Kretschmer an der Spitze», sagte Generalsekretär Alexander Dierks am Dienstag in Dresden. «Dafür kämpfen wir, dieses Signal wird auch vom Landesparteitag am Samstag in Löbau ausgehen.» Man sei überzeugt davon, das beste Angebot zu haben. Es werde am 1. September um ganz konkrete Fragen für Sachsen gehen, nicht um Brüssel und Berlin. Zu möglichen Bündnispartnern äußerte er sich nicht. Man führe keinen Koalitionswahlkampf.
Auf dem Parteitag mit 200 Delegierten will die Union ihr Regierungsprogramm für die kommende Legislaturperiode beschließen. Es trägt den Titel «Weil es um Sachsen geht» und formuliert auf 74 Seiten die Positionen der CDU. Man wolle weiter einen Politikstil pflegen, bei dem die Menschen in die Ideenfindung einbezogen werden und nicht Politik von «oben herab machen», sagte Dierks. Es dürfe keinen Überbietungswettbewerb geben, wer das meiste verspricht.