Die sächsische Polizei soll künftig besser auf den Umgang mit Antisemitismus vorbereitet werden. Dazu haben das sächsische Innenministerium und der Landesverband Sachsen der Jüdischen Gemeinden einen Kooperationsvertrag geschlossen, wie das Ministerium mitteilte. Ziel ist es, antisemitischen Einstellungen und Straftaten wirksamer zu begegnen und jüdisches Leben im Freistaat zu stärken.
Kern der Vereinbarung ist ein bildungsorientiertes Angebot für die Polizei Sachsen. In den kommenden Monaten sollen an der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH) insgesamt zehn ganztägige Workshops für angehende Polizeikommissarinnen und -kommissare sowie Polizeimeisteranwärterinnen und -anwärter stattfinden. Dabei sollen Kenntnisse zu Erscheinungsformen und Ideologien des Antisemitismus vermittelt und die Handlungskompetenz der Polizei im sensiblen Umgang mit Betroffenen gestärkt werden.