Im April startet in den sächsischen Landkreisen ein Pilotprojekt zur schrittweisen Einführung einer Bezahlkarte für Geflüchtete. «Wir haben mit den Landkreisen schnell ein abgestimmtes Verfahren gefunden», sagte Innenminister Armin Schuster (CDU) laut einer Mitteilung vom Montag. Die Landkreise gehen mit der Karte demnach mehrheitlich schon am 1. April an den Start. Im Verlauf des Monats soll die Karte nach Auskunft des Sächsischen Landkreistages dann in allen Landkreisen eingeführt sein.
Der reibungslose Übergang zu einer späteren gemeinsamen Bezahlkarte für den ganzen Freistaat ist laut Ministerium sichergestellt. Zudem seien die Rahmenbedingungen des Bezahlkartensystems im Pilotprojekt so gestaltet, dass es später auf die bundesweite Variante überleitet. Den Angaben zufolge wird die Karte entweder monatlich oder im zweiwöchigen Rhythmus aufgeladen, Bargeld kann einmal im Monat mit einem Betrag von 50 Euro abgehoben werden.
Die Karte könne zunächst im gesamten Freistaat genutzt werden, eine spätere Beschränkung auf Postleitzahlengebiete ist möglich. Geldtransfer sowie ein Karteneinsatz im Ausland werden nicht möglich sein.