Der Flügelkampf zwischen Frauke Petry und Björn Höcke hat auch den Landesparteitag der sächsischen AfD überschattet. Zwar wurde die Bundes- und Landesvorsitzende Petry am Sonntag in Klipphausen bei Meißen von den Delegierten auf Platz eins der Landesliste für die Bundestagswahl bestimmt. Auf Platz zwei kam der wegen seiner Nähe zu Höcke umstrittene Dresdner Richter Jens Maier. Während die Delegierten noch zu Beginn des Parteitags einen Antrag des Landesvorstandes blockiert hatten, mit dem die umstrittene Dresdner Rede Höckes thematisiert werden sollte, kam es später vor der Tür zu heftigen Diskussionen zwischen Petry und Höcke-Anhängern.
Während Petry ohne Gegenkandidaten mit 79,1 Prozent Zustimmung auf Platz eins der Landesliste gewählt wurde, stimmten mit 223 Delegierten nur 15 weniger für Maier, der sich jedoch im Wahlgang um Platz zwei gegen einen Mitbewerber durchsetzen musste. Auf Platz drei wurde der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Siegbert Droese aus Leipzig gewählt. Insgesamt sollten 20 Listenplätze besetzt werden. Angesichts der zeitaufwendigen Wahl war unklar, ob dies noch am Sonntagabend gelingen würde.