Nach dem Scheitern einer geplanten Abschiebung von drei ausreisepflichtigen Afghanen hat Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) schärfere Regeln für sogenannte Asylfolgeanträge gefordert. Wie Schuster in einem Interview mit dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) mitteilte, hätten die drei Männer am vergangenen Freitag gemeinsam mit 81 weiteren Afghanen vom Flughafen Leipzig/Halle aus nach Kabul abgeschoben werden sollen, waren jedoch kurz zuvor untergetaucht.
Schuster setzt auf Rückenwind aus Berlin
Schuster will nach eigenen Angaben das Thema auf die Innenministerkonferenz bringen. Zudem forderte er, dass die neue Bundesregierung Rückführungsflüge nach Afghanistan verstetigt. Das würde Gerichten mehr Vertrauen in die Verbindlichkeit geplanter Abschiebungen geben. Entscheidungen über Abschiebegewahrsam seien oft schwierig, wenn Behörden keine konkreten Flugtermine nennen könnten.
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