Die mögliche künftige CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann sieht eine zentrale Aufgabe der künftigen Parteiführung in einer intensiven Aufbauarbeit in den ostdeutschen Bundesländern. «Das Ergebnis im Osten zeigt, dass wir dort ganz anders Präsenz zeigen und die Parteistrukturen vor Ort stärken müssen», sagte die Bundestagsabgeordnete, die zum Team des Außenpolitikers Norbert Röttgen gehört. Röttgen bewirbt sich für die Nachfolge von Armin Laschet als CDU-Vorsitzender.
«Wir haben in vielen Regionen in Ostdeutschland strukturell ganz andere Lebensbedingungen und Herausforderungen als im urbanen Milieu, aus dem ich komme», sagte Hoppermann, die in Hamburg lebt. «Viele fühlen sich mit dem, was sie bewegt, nicht gesehen und nicht gehört. Darum müssen wir uns mehr kümmern und mehr miteinander reden.»
Die CDU hatte bei der Bundestagswahl am 26. September in den fünf östlichen Bundesländern noch deutlich schlechter abgeschnitten als im Westen. Bundesweit sackten CDU/CSU im Vergleich zu 2017 um 8,8 Punkte ab auf 24,1 Prozent - in Ostdeutschland waren es 10,3 Punkte minus auf 17,1 Prozent. In Thüringen und Sachsen lag die CDU mit um die 17 Prozent weit hinter der AfD, die stärkste Kraft wurde. In Sachsen-Anhalt war das CDU-Ergebnis mit 21,0 Prozent etwas besser.