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Letzte Generation blockiert Verkehr in Dresden

Ein Aktivist der Klimaschutz-Initiative «Letzte Generation» ist mit der Hand auf die Straße geklebt. / Foto: Matthias Balk/dpa/Symbolbild
Ein Aktivist der Klimaschutz-Initiative «Letzte Generation» ist mit der Hand auf die Straße geklebt. / Foto: Matthias Balk/dpa/Symbolbild

Aktivisten der Gruppe Letzte Generation haben am Mittwochmorgen das sogenannte Blaue Wunder in Dresden blockiert. Gegen 07:30 Uhr sind sechs Menschen mit Bannern auf die Fahrbahn der Loschwitzer Brücke gegangen, wie die Polizei mitteilte. Von den drei Frauen und drei Männern haben sich einige an die Straße geklebt und einige aneinander, um so den Verkehr in beide Fahrbahnen zu blockieren, wie ein Sprecher der Gruppe sagte. Demnach seien bei der Protestaktion eine 23 Jahre alte Aktivistin und ein 28 Jahre alter Aktivist von Zivilisten von der Straße getragen und dabei leicht verletzt worden.

Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet. Nach deren Angaben wurden die sechs Beteiligten vorübergehend auf ein Polizeirevier gebracht. Sie leiteten den Angaben zufolge zudem ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und Nötigung ein. Zudem beabsichtige die Polizei, die Kosten des Einsatzes den sechs Aktivistinnen und Aktivisten in Rechnung zu stellen, hieß es.

Vergangene Woche gab das sächsische Innenministerium bekannt, dass Menschen, die sich im Namen des Klimaschutzes auf Straßen festkleben, künftig vermehrt an den Kosten für den Polizeieinsatz beteiligt werden sollen.

Mit der Straßenblockade fordern die Aktivisten die Regierung auf, effektive Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen. «Es wird immer offensichtlicher, dass es der Regierung unter dem Einfluss der reichsten ein Prozent nicht gelingt, die Interessen der Bevölkerung zu schützen. Wir, die 99 Prozent, sind aber darauf angewiesen, dass endlich gehandelt wird!», sagte eine beteiligte Aktivistin demnach am Morgen.

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