Sachsens Landtag lehnt ein Handyverbot an Grundschulen per Gesetz ab. Ein entsprechender Antrag vom Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) erreichte im Parlament nicht die erforderliche Mehrheit. Für den Antrag stimmten neben dem BSW lediglich die AfD und der fraktionslose Abgeordnete Matthias Berger, der für die Freien Wähler in den Landtag einzog. Die CDU hatte schon im Vorfeld Ablehnung signalisiert.
Kultusminister Conrad Clemens lädt zum «Handygipfel»
Allerdings hatte Kultusminister Conrad Clemens (CDU) überraschenderweise Gefallen an einem Verbot gefunden. Er stellte klar, dass - über die Schulordnung geregelt - in den meisten Grundschulen bereits ein solches Verbot existiert. In der Landtagssitzung lud er Abgeordnete, Lehrer und andere Experten für den 28. August zu einem «ergebnisoffenen Handygipfel» ein.
Man sei sich grundsätzlich einig, dass Handys an Grundschulen wegen der Ablenkung der Kinder nichts zu suchen haben, hatte der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion, Sören Voigt, zuvor gesagt. Die Schulen würden das in eigener Verantwortung unterschiedlich handhaben. Es stelle sich die Frage, ob man alles gesetzlich regeln und zwingend vorgeben müsse. Fakt sei, dass Kinder den Umgang mit Handys lernen müssten.