Im Ringen um die Modernisierung von Sachsens größtem alpinen Skigebiet am Fichtelberg wird ein Verkauf der kommunalen Betreibergesellschaft erwogen. Darüber soll der Stadtrat von Oberwiesenthal am Dienstag entscheiden. Offen ist, ob der Verkauf europaweit ausgeschrieben wird und sich die Stadt so Einfluss für die Zukunft sichert, etwa zu Investitionsverpflichtungen und einem Ausbau des Angebots. Alternativ wäre der direkte Verkauf an einen privaten Bieter möglich, heißt es in der Beschlussvorlage. Die Liftgesellschaft Oberwiesenthal (LGO), die schon einen Sessellift hoch zum Fichtelberg betreibt, hat demnach bereits ein Angebot unterbreitet.
Hinter der LGO steht die Familie von Rainer Gläß aus dem Vogtland, der mit einer Software-Firma ein Vermögen gemacht hat. Die LGO ist auch Pächter des Fichtelberghauses auf Sachsens höchstem Gipfel. Das steht ebenfalls zum Verkauf. Der Erzgebirgskreis als Eigentümer hatte dazu ein Angebotsverfahren gestartet. Veräußert wird nicht nur das Hotel samt Restaurant, sondern das gesamte dazugehörige Grundstück auf dem Plateau. Begründet wurde der Schritt mit dem hohen Investitionsbedarf, den der Landkreis nicht selbst schultern will.