Die Zahl antisemitischer Vorfälle in Sachsen ist im vergangenen Jahr zurückgegangen. 2025 wurden 251 Fälle im Freistaat gezählt, wie aus dem Jahresbericht des Bundesverbands der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (Rias) hervorgeht. Im Jahr zuvor erfasste RIAS Sachsen 349 Vorfälle. 2023 listete die Meldestelle 192 antisemitische Vorfälle für den Freistaat auf.
Rias steht für Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus. Die Stellen in zwölf Bundesländern dokumentieren und prüfen Fälle, die Betroffene oder Zeugen melden. Es sind also nicht nur strafbare Taten wie Angriffe, Bedrohungen oder Beleidigungen, sondern auch verletzende oder einschüchternde Äußerungen und Vorfälle im Alltag und im Internet.
Bundesweit haben die Meldestellen des Bundesverbands Rias vergangenes Jahr 8.725 antisemitische Vorfälle erfasst. Das waren in etwa so viele wie 2024 (8.713), aber mehr als dreimal so viele wie im Jahr vor dem Terrorangriff der Hamas auf Israel vom 7. Oktober 2023.