Sachsens Landeshauptstadt Dresden hat nach eigenen Angaben das deutschlandweit erste Hitze-Handbuch für das Verhalten und zur Vermeidung von Gesundheitsbelastungen erarbeitet. Es richtet sich an Beschäftigte städtischer und Einrichtungen in freier Trägerschaft im Bereich Gesundheit, Pflege, Soziales, Bildung und Wohnen, enthält auch Erkenntnisse zum Klima in der Stadt und allgemeingültige Empfehlungen für die Bürgerschaft. Sie kenne keine andere Broschüre dieser Art, sagte Autorin Marit Gronwald vom Gesundheitsamt am Donnerstag bei der Präsentation. Darin enthalten sind Tipps zum Verhalten des Personals bei hohen Temperaturen in Heimen, Kitas oder Schulen, aber auch Informationen zu gesundheitlichen Folgen von Hitze, Risikogruppen und deren Schutz sowie zur Vermeidung von Belastungen.
Sozialbürgermeisterin Kristin Klaudia Kaufmann (Linke) sprach von einem «Grundstein für die Entwicklung des Dresdner Hitzeaktionsplans». Das Handbuch ist Teil des Projekts HeatResilientCity, für das ein interdisziplinäres Team seit 2017 erforscht, wie Stadtquartiere und Gebäude besser an sommerliche Hitze angepasst werden können. Am Beispiel des Stadtteils Gorbitz wurde untersucht, welche Faktoren die Hitzebelastung beeinflussen.