Nach der überregional viel beachteten Oberbürgermeisterwahl in Aue-Bad Schlema kann Gewinner Marcus Hoffmann (CDU) sein Amt nicht wie geplant zum 1. August antreten. Grund ist ein Einspruch der rechtsextremen Freien Sachsen gegen das Wahlergebnis. Dieser wird vom Landratsamt als Rechtsaufsicht geprüft. Ein Ergebnis liege bisher nicht vor, sagte eine Sprecherin der Stadt auf dpa-Anfrage.
Führungslos wird die Stadt im Erzgebirge mit rund 19.000-Einwohnern trotzdem nicht. Stattdessen wird der langjährige Amtsinhaber Heinrich Kohl (CDU), der altersbedingt nicht erneut kandidiert hatte, vorerst an der Rathausspitze bleiben, heißt es. Er wird im Herbst 70 Jahre alt.
Trotz der Hängepartie um den Amtsantritt als Oberbürgermeister führt Hoffmanns Arbeitsweg ihn schon in die Stadtverwaltung. Der 42-Jährige ist dort im Bauamt tätig. Dieser Arbeit werde er vorerst weiter nachgehen, heißt es.