Die sächsischen Grünen streben trotz magerer Umfragewerte eine erneute Beteiligung an der Landesregierung an. «Wir brauchen eine stabile und solide demokratische Regierung», erklärte Spitzenkandidatin Katja Meier in Dresden. Sie warf den Koalitionspartnern von CDU und SPD vor, einen «gemeinsamen Wahlkampf» zu führen. «Wir beobachten, dass CDU und SPD eine Minderheitsregierung vorbereiten», sagte Grünen-Fraktionschefin Franziska Schubert. Sie bildet mit Meier und Umwelt- und Energieminister Wolfram Günther das Führungstrio der Grünen im Wahlkampf.
Meier, die als Staatsministerin im Kabinett die Bereiche Justiz, Demokratie, Gleichstellung und Europa vertritt, sieht die CDU vor der Aufgabe, ihr Verhältnis zum neu gegründeten Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) grundlegend zu klären. «Auch die SPD muss sich die Frage stellen, ob sie mit einem BSW regieren möchte.»