Mit Kritik an der Ampel-Koalition und einem Bekenntnis zur eigenen Zukunft hat die Grüne Jugend ihren Bundeskongress in Leipzig begonnen. Nachdem der bisherige Vorstand Ende September verkündet hatte, nicht erneut zu kandidieren und geschlossen aus der Partei auszutreten, habe man sich die Frage gestellt: «Wie sieht die Zukunft der Grünen Jugend aus?», sagte Sarah Linker aus dem Landesvorstand der Grünen Jugend Hessen in ihrer Eröffnungsrede. Es sei klar gewesen: «Die Grüne Jugend bleibt.»
Auch Timon Dzienus - bis 2023 Bundesvorsitzender der Grünen Jugend - betonte: «Gerade jetzt, gerade in diesen Tagen, da braucht es eine starke, eine mutige und eine laute Grüne Jugend.» Seiner Ansicht nach bräuchte es «eine absolute Kehrtwende der Ampel-Politik». Es könne nicht sein, «dass die Wahlerfolge der AfD immer wieder mit der nächsten Asylrechtsverschärfung beantwortet werden.» Wenn Brücken einstürzten, Menschen ihre Miete nicht mehr zahlen könnten sowie Schwimmbäder und Jugendzentren geschlossen seien, könnte es nicht sein, dass Superreiche immer reicher würden. «Das sind doch Zustände, die können wir als Grüne Jugend nicht weiter hinnehmen und die müssen politisch geändert werden», forderte Dzienus.