Mitglieder der Grünen Jugend haben beim Bundeskongress der Nachwuchsorganisation in Leipzig den scheidenden Vorstand zur Rede gestellt - und ein symbolisches Zeichen gegen ihn gesetzt. Trotz vereinzelt geäußertem Verständnis dominierte bei einer Aussprache die Kritik am Vorgehen der bisherigen Führungsriege.
Die Vorwürfe umfassten etwa eine Vernachlässigung des Kernthemas Klimaschutz, eine Beteiligung an «linker Zersplitterung» und die Kommunikation zum eigenen Austritt. Diesen hätte man erst den Mitgliedern und dann der Presse mitteilen sollen. Ende September hatte der Vorstand verkündet, nicht erneut zu kandidieren, aus der Partei auszutreten - und einen neuen linken Jugendverband gründen zu wollen. Die Begründung: Unzufriedenheit mit den Grünen und mit zu vielen Kompromissen in der Ampel-Koalition.