Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) hat die Bürger Sachsen auf eine längere Pandemie-Phase eingestellt. «Corona bleibt und wir werden mit Corona leben müssen. Das ist ein Fakt», sagte die Ministerin am Mittwoch bei einer Fragestunde im Landtag. Das Coronavirus bestimme weiter den Alltag.
Das Virus habe Sachsen im Frühjahr völlig überrollt, räumte Köpping ein: «Wir waren mit einer Krise unvorstellbaren Ausmaßes konfrontiert. Es waren Maßnahmen und Entscheidungen zu treffen, die am Anfang sehr stark auf Vermutungen und Annahmen beruhten.» Tatsache sei auch, dass sich einige Vermutungen im Nachhinein nicht bestätigt haben. Allen Maßnahmen habe jedoch eine umfassende und keine leichtfertige Abwägung zugrunde gelegen.
Köpping listete die Maßnahmen der Regierung auf, zu denen bisher neun Corona-Schutzverordnungen, acht Quarantäne-Verordnungen und mehrere Allgemeinverfügungen gehören. All diese Entscheidungen seien nicht ohne fachliche Akquise getroffen worden. Köpping nannte eine Fülle von Experten, die der Regierung zur Seite standen. Es sei ein Irrtum zu behaupten, das man im stillen Kämmerlein entschieden habe.