Die Chancen auf ein Bleiberecht für Pham Phi Son und seine Familie schwinden offensichtlich erneut. Zwar hat sich die Chemnitzer Ausländerbehörde dem Fall des Vietnamesen, der seit mehr als drei Jahrzehnten in Deutschland lebt, noch einmal angenommen. Doch es fehle weiter an nötigen Integrationsnachweisen, sagte am Donnerstag Stadtsprecher Matthias Nowak. Dazu gehörten Sprachkenntnisse und ein dauerhaftes Arbeitsverhältnis. All das habe Pham seit Jahren versäumt. Aus jetziger Sicht werde die Stadt ihm daher wohl kaum ein längerfristiges Bleiberecht erteilen können, bestätigte Nowak. Darüber hatte zuvor die «Freie Presse» berichtet.
Die Familie wird derzeit geduldet, die Frist läuft den Angaben nach Anfang April aus. Die Ausländerbehörde sei gewillt, Pham Phi Son hier in Deutschland eine Zukunft zu ermöglichen, betonte Nowak. Dazu müsse er nach geltendem Recht Integrationsleistungen nachweisen. Demnächst gebe es dazu einen Behördentermin. Ansonsten schlug die Stadt einen erneuten Gang vor die Härtefallkommission des Landes vor. Die hatte sich schon zwei Mal mit Pham befasst und keinen Härtefall gesehen.