Die kommunale Wohnungswirtschaft rechnet in diesem und im kommenden Jahr mit einem Einbruch bei Neubauprojekten in Sachsen - auch im sozialen Wohnungsbau. «Das ist dramatisch, weil das oft Projekte sind, die für das kleine Portemonnaie gedacht waren», sagte der Verbandsdirektor der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (vdw), Alexander Müller, am Donnerstag in Dresden. In einer Umfrage gaben die Mitgliedsunternehmen in Sachsen an, rund 85 Prozent der für dieses Jahr geplanten Neubauprojekte in der aktuellen Lage nicht mehr realisieren zu können. Etwa 80 Prozent der Unternehmen gaben an, 2024 keine neuen Wohnungen bauen zu können.
«Darunter fällt auch der soziale Wohnungsbau, da werden wir fast eine Einstellung der Aktivitäten haben», so Müller. Im vdw Sachsen sind 127 vor allem kommunale Wohnungsunternehmen organisiert, die mit rund 303 000 Wohnungen rund ein Fünftel der Mietwohnungen in Sachsen bewirtschaften. Auch für 2025 rechnet der Verband mit Rückgängen im Wohnungsbau bei den Verbandsmitgliedern. Zum Vergleich: 2022 wurden von den kommunalen Wohnungsunternehmen im Freistaat rund 164 Millionen Euro in Neubau investiert.