Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) im Sächsischen Landtag verlangt einen Verzicht der Bundeswehr auf die Anwerbung von Minderjährigen. Die Militarisierung der Gesellschaft schreite gefährlich voran, teilte das BSW mit. Zunehmend würden auch sächsische Minderjährige unaufgefordert Anwerbungspostkarten durch die Bundeswehr erhalten.
BSW sieht Reife für eine solche Berufsentscheidung nicht gegeben
Die BSW-Landtagsfraktion lehne solche Anwerbungsversuche aus einer Reihe von Gründen ab, hieß es. «Der Beruf des Soldaten ist keiner, wie jeder andere. Das Sterben sowie schwere, dauerhafte Verletzungen sind eine realistische Folge dieser Berufswahl.» Die Entscheidung Soldat zu werden, erfordere eine gründliche Abwägung und ein hohes Maß an Reife, die im jugendlichen Alter nicht zwangsläufig vorhanden seien.
Nach Ansicht des BSW ist Landesverteidigung eine wichtige Aufgabe des Staatswesens, aber dafür sollten keine Minderjährigen herangezogen werden. Zudem erwecke die aktuelle deutsche Außenpolitik nicht den Anschein, vorrangig auf Verteidigung aus zu sein. Äußerungen von führenden Politikern erweckten den Eindruck, eher kriegerisch als diplomatisch nach Konfliktlösungen suchen zu wollen.