In einem Schlussspurt haben viele Autofahrer in Sachsen vor dem Ende der dritten Umtauschwelle alte Papierführerscheine noch rasch gegen neue Dokumente getauscht. «Es zeichnet sich das gleich Muster wie in den Vorjahren ab: Von Dezember bis Februar gibt es einen Anstieg bei den Anträgen», sagte ein Sprecher der Stadt Dresden bei einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in den großen Städten. Während der anderen Monate seien die Antragszahlen niedriger und die Bearbeitungszeit kürzer. Bis zum 19. Januar waren in einer dritten Welle die Jahrgänge 1965 bis 1970 aufgefordert, ihre alten Lappen gegen neue Dokumenten im Scheckkarten-Format tauschen.
Die Europäische Union hatte festgelegt, dass bis 2033 alle vor dem 19. Januar 2013 ausgestellten Führerscheine in die einheitliche EU-Kartenführerscheine umgetauscht werden müssen. Der Bundesrat hatte dazu einen Stufenplan beschlossen. Demnach waren bis zum Juli 2022 zunächst die Jahrgänge 1953 bis 1958 und bis zum 19. Januar 2023 die Jahrgänge 1959 bis 1964 an der Reihe.