Nach der Niederlage bei der Landtagswahl zeigt sich das Führungsduo der sächsischen Grünen sichtlich enttäuscht. «Es ist für uns kein einfacher Tag nach der Wahl und unser Ergebnis kann uns nicht zufriedenstellen», sagte die Co-Vorsitzende Marie Müser. Man habe für ein «deutlich besseres Ergebnis gekämpft». «Es ist uns Bündnisgrünen in dieser Gesamtgemengelage nicht gut genug gelungen, mit unseren Themen, unseren Zielen durchzudringen.» Die Grünen kommen nach dem vorläufigen Ergebnis auf 5,1 Prozent.
Viele Wählerinnen und Wähler habe die Angst vor der AfD als stärkster Kraft umgetrieben, sagte Müser. Klima- und Umweltschutz habe eine untergeordnete Rolle gespielt. Die Partei wolle jedoch weiter die sächsische Landespolitik mit ihren Inhalten mitbestimmen. «Wir sind die einzige Kraft in dem Bundesland, die sich klar den Klima- und Umweltschutz kümmert, und auch wenn man mit diesem Thema gerade keinen Blumentopf gewinnt», sagte Müser.