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AfD stellt Bedingungen für Zustimmung zum Haushalt

AfD stellt Bedingungen für Zustimmung zum Haushalt
Jörg Urban, Vorsitzender der AfD in Sachsen, fordert die CDU zu Gesprächen zum Haushalt auf. (Archivbild) / Foto: Robert Michael/dpa
Von: DieSachsen News
Die AfD knüpft eine Zustimmung zum Haushalt an drei zentrale Themen. Dazu will sie mit der CDU ins Gespräch kommen.

Ihre Zustimmung zum Doppelhaushalt 2025/2026 macht die AfD-Fraktion im sächsischen Landtag von einem Verzicht auf eine Neuverschuldung, der Rückzahlung der Corona-Kredite und einem weitreichenden Personalabbau in der Verwaltung abhängig. Die konkrete Ausgestaltung sei verhandelbar, sagte Jörg Urban, Parteichef und Fraktionsvorsitzender der AfD in Sachsen. «Grundsätzlich wollen wir, dass mit einem Haushalt ohne Schulden eine Strukturreform beginnt.» Urban forderte die CDU zu Gesprächen auf.

Keinen Spielraum sieht die AfD bei der Tilgung der Kredite aus der Corona-Pandemie. Die aufgenommenen Schulden sollten im Rahmen des aktuellen Haushaltes zurückgezahlt werden, forderte Urban. CDU und SPD planen in ihrem Haushaltsentwurf, die Tilgung der Kredite aus der Corona-Pandemie zu strecken, um für Entlastung bei den Ausgaben zu sorgen.

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Einsparungen bei Landesverwaltung, Asyl und Hochschulen

Insgesamt stellte die Fraktion laut Angaben von Sprecher Felix Menzel 169 Änderungsanträge mit Einsparungen und 47 mit Mehrausgaben.

Einsparmöglichkeiten sieht die größte Oppositionsfraktion besonders in drei Bereichen: in der Landesverwaltung durch einen Einstellungsstopp und den Abbau Tausender Stellen, im Bereich Asyl unter anderem bei den Erstaufnahmeeinrichtungen sowie bei den Hochschulen durch eine Kürzung der Zuschüsse sowie die Einführung von Studiengebühren für Studenten aus Nicht-EU-Staaten. Ausgaben für Integrationsmaßnahmen, Demokratieförderung und «linke Vereine» nannte Urban überflüssig.

Ihren Entwurf für den Doppelhaushalt 2025/26 brachte die Minderheitsregierung Anfang April in den Landtag ein. CDU und SPD fehlen zehn Stimmen für eine Mehrheit im Parlament, sie sind auf Zustimmung aus der Opposition angewiesen. Auch BSW, Grüne und Linke hatten bereits zahlreiche Änderungsanträge eingebracht. Der Haushalt soll im Juni vom Landtag verabschiedet werden.

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