Volkswagen-Gewinn bricht ein – Škoda legt deutlich zu
Mladá Boleslav/Wolfsburg. Während der Volkswagen-Konzern einen massiven Gewinneinbruch verzeichnet, entwickelt sich seine tschechische Tochter Škoda Auto deutlich besser. Das geht aus den am 29. Oktober veröffentlichten Geschäftszahlen des Konzerns hervor. Škoda steigerte seinen operativen Gewinn in den ersten neun Monaten 2026 um 7,4 Prozent auf 1,92 Milliarden Euro. Volkswagen meldete dagegen einen Rückgang des operativen Konzernergebnisses um 98,7 Prozent auf nur noch 71 Millionen Euro.
Auch beim Umsatz entwickelte sich Škoda positiv. Die Erlöse stiegen um 3,5 Prozent auf 23,13 Milliarden Euro. Von Januar bis September verkaufte der tschechische Hersteller rund 899.000 Fahrzeuge, ein Plus von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Besonders die Elektromodelle Elroq und Enyaq sowie der Kodiaq trugen zum Absatz bei.
Der Volkswagen-Konzern steht dagegen erheblich unter Druck. Allein im dritten Quartal entstand ein operativer Verlust von 5,9 Milliarden Euro. Der Quartalsumsatz sank um 6,3 Prozent auf 75,3 Milliarden Euro.
Verantwortlich für den Gewinneinbruch sind unter anderem Sonderbelastungen von insgesamt 8,7 Milliarden Euro. Dazu zählen hohe Abschreibungen bei Porsche und auf Vermögenswerte in China. Hinzu kommen der zunehmende Wettbewerb auf dem chinesischen Automarkt, US-Zölle und geringere Gewinnmargen bei Elektroautos.
Ohne die Sonderbelastungen hätte Volkswagen in den ersten neun Monaten einen operativen Gewinn von 8,8 Milliarden Euro erzielt. Finanzvorstand Arno Antlitz betonte dennoch, dass der Konzern seine Kosten schneller senken und effizienter werden müsse.
Škoda profitiert nach Konzernangaben dagegen von einer starken Nachfrage und Maßnahmen zur Kostensenkung. Damit bleibt die tschechische Marke einer der stabileren Ergebnisbeiträge innerhalb des Volkswagen-Konzerns.