Auf dem Gelände des tschechischen Rüstungskonzerns LPP Holding in Pardubice ist am frühen Freitagmorgen eine Lagerhalle in Brand geraten. Das teilte die tschechische Polizei mit. Das Feuer breitete sich auf ein benachbartes Verwaltungsgebäude aus. Gegen 8 Uhr wurden noch versteckte Brandnester gelöscht. Laut Feuerwehrsprecher Miroslav Polák wurde niemand verletzt. Experten eines chemischen Labors des Instituts für Bevölkerungsschutz aus Lázně Bohdaneč maßen die Luftqualität und stellten fest, dass keine Gefahr für die Bevölkerung besteht.
Die Behörden gehen von einem möglichen Terroranschlag aus. An den Ermittlungen sind neben der Polizei der Inlandsnachrichtendienst BIS, der Militärnachrichtendienst VZ sowie das Nationale Zentrum zur Bekämpfung von Terrorismus, Extremismus und Cyberkriminalität (NCTEKK) beteiligt. Die Oberstaatsanwaltschaft Prag hat den Fall übernommen. Innenminister Lubomír Metnar berief den Krisenstab seines Ressorts ein und bezeichnete den Vorfall als möglicherweise terroristisch motiviert.