Die tschechischen Brauereien haben im vergangenen Jahr so wenig Bier produziert wie seit Jahren nicht mehr. Das teilte der Tschechische Brauerei- und Mälzereiverband mit. Insgesamt wurden 19,96 Millionen Hektoliter gebraut – ein Rückgang von 4,3 Prozent gegenüber 2024 und sogar 1,6 Millionen Hektoliter weniger als noch vor der Pandemie. „Im Vergleich zur Zeit vor Covid wurden im vergangenen Jahr in Tschechien und im Ausland rund 320 Millionen große tschechische Biere weniger konsumiert", sagte Verbandsgschäftsführer Tomáš Slunečko.
Der Pro-Kopf-Konsum fiel auf einen neuen historischen Tiefstand: Durchschnittlich trank jeder Einwohner Tschechiens im vergangenen Jahr 121 Liter Bier – etwa acht große Biere weniger als noch 2024. Noch schwächer sei in den vergangenen zehn Jahren lediglich das pandemiegeprägte Jahr 2021 gewesen, so der Verband.
Auch der Export schwächelte: Die Ausfuhr tschechischen Biers ging im Jahresvergleich um 8,2 Prozent zurück – nachdem 2024 noch ein Rekordniveau erreicht worden war. Slunečko verwies darauf, dass sinkender Bierkonsum kein rein tschechisches Phänomen sei: „Gerade in wichtigen Exportmärkten wie Deutschland oder der Slowakei wird heute weniger Bier getrunken als früher."