Der tschechische Premierminister Andrej Babiš ist am Dienstag zu seinem Antrittsbesuch nach Berlin gereist und hat dort Bundeskanzler Friedrich Merz getroffen. Das teilte die tschechische Regierung mit. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die wirtschaftliche Zusammenarbeit, gemeinsame Energieprojekte, der Ausbau der Verkehrsverbindungen sowie die aktuelle internationale Lage – darunter der Krieg in der Ukraine und die Entwicklungen im Nahen Osten.
Deutschland ist Tschechiens wichtigster Wirtschaftspartner. Mehr als 5.000 deutsche Unternehmen sind im Land tätig und beschäftigen rund 350.000 Menschen. Beide Regierungschefs sprachen vor diesem Hintergrund über die Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit sowie mögliche Änderungen im Emissionshandelssystem ETS 1. Mit Blick auf den kommenden Europäischen Rat priorisierten Merz und Babiš den Abbau von Bürokratie, die Vertiefung des Binnenmarktes und den Ausbau internationaler Handelspartnerschaften. Diese Ziele sollen laut Merz auch im nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen der EU verankert werden.