Warum gibt es soviel Hundehaufen in Meißen?
Eine Betrachtung von Bürgerjournalistin Inge Krause
Ich hatte die Freude, im goldenen Oktober an die polnische Ostseeküste zu fahren. Neben dem herrlichen Wetter und der wunderschönen Stadt Swinemünde machte ich kleine Beobachtungen, die das Wohlfühlen bei uns zu Hause erheblich verbessern könnten. Ganz gleich, ob morgens um sieben Uhr oder abends um 22 Uhr: die Menschen in den Straßen und auf der immer belebten Promenade waren freundlich, gelassen und gesellig.
Keine lärmenden Gruppen, keine Schmierereien an den Wänden und vor alllem: saubere Wege, wo ich auch hinkam. Ohne Zigarettenkippen, achtlos weggeworfenes Papier, überquellende Abfallbehälter oder gar Hundekot. Swinemünde hat eine hundefreundliche Bevölkerung. Mir begegneten bei meinen Unternehmungen viele Hunde: große und kleine, braune und schwarze, folgsame und wilde. Dennoch war nirgendwo ein Hundehaufen zu entdecken. Und da musste ich an mein schönes Meißen denken. Selbst am Tage kann man hier laute Gruppierungen von Jugendlichen antreffen, Schmierereien an Fassaden verunzieren unsere Stadt und viele Straßen- und Gassenränder sind verdreckt mit Hundehaufen.
Besonders fällt mir das auf in der Leipziger Straße und in der Martinstraße, aber auch in der Görnischen Gasse, auf dem Baderberg, im Postgässchen, in der Lorenzgasse und in weiteren Straßen kann man solche unappetitlichen Hinterlassenschaften finden. In puncto Sauberkeit, Freundlichkeit, Geselligkeit und Rücksicht sind uns unsere polnischen Nachbarn nach meinen Beobachtungen ein ganzes Stück voraus. Das lässt sich ändern: Jeder Meißner Bewohner, vor allem mancher Hundebesitzer müsste nur einen kleinen Beitrag zusätzlich zur Verschönerung unserer Stadt zu leisten.
Das müsste doch zu machen sein.
Inge Krause ist Mitglied im Verein Die Bürgerjournalisten für Sachsen e. V.