Veteranentag löst eine Debatte in Dresden aus
Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden lädt am Montag, dem 15. Juni, zu einer Podiumsdiskussion über den Umgang mit Veteraninnen und Veteranen ein. Anlass ist der Nationale Veteranentag, der in diesem Jahr zum zweiten Mal begangen wird, teilte das Museum mit. Beginn der Veranstaltung ist um 18 Uhr.
Der Veteranentag geht auf einen Beschluss des Deutschen Bundestages aus dem April 2024 zurück. Ziel ist es, den Einsatz ehemaliger Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr öffentlich zu würdigen. Für viele Betroffene bedeutet der Gedenktag eine längst überfällige Anerkennung ihres Dienstes. Gleichzeitig gibt es Kritik: Einige Veteraninnen und Veteranen sehen in dem Gedenktag lediglich ein symbolisches Signal, das über bestehende Probleme hinwegtäuscht. So werden insbesondere Defizite im Umgang mit einsatzgeschädigten Soldaten und deren Angehörigen benannt. Forderungen nach nachhaltiger Unterstützung und umfassender gesellschaftlicher Anerkennung gehen über einen einzelnen Gedenktag hinaus.
Diese unterschiedlichen Perspektiven sollen in der Diskussion aufgegriffen werden. Unter der Moderation von Museumsdirektor Oberst Dr. Dr. Rudolf J. Schlaffer diskutieren der Präsident des Sächsischen Landtags, Alexander Dierks, der Referatsleiter im Bundesverteidigungsministerium, Kapitän zur See Stephan Küttler, sowie Sandra Thamm, Gründerin des Vereins A.T.E.K. e. V. und Ehefrau eines einsatzversehrten Soldaten. Ebenfalls beteiligt ist Dunja Neukam vom Bund Deutscher Einsatz-Veteranen.
Aufgrund begrenzter Plätze wird ein frühzeitiges Erscheinen empfohlen, eine Reservierung ist nicht möglich. Eine Aufzeichnung soll wenige Tage später online verfügbar sein.