Tagesmütter in Radebeul sollen ab Januar mehr Geld bekommen
Radebeul. Wer in Radebeul Kinder in der Tagespflege betreut, soll ab dem 1. Januar 2027 mehr Geld bekommen. Der Bildungs-, Kultur- und Sozialausschuss entscheidet darüber am kommenden Dienstag, 27. Oktober. Insgesamt steigt die laufende Geldleistung laut Beschlussvorlage der Stadt um rund 6,4 Prozent.
Die Beträge gelten je Kind für eine Betreuung von bis zu neun Stunden am Tag. Entscheidend ist, wo betreut wird. In selbst genutzten Räumen gibt es zum Einstieg 902,16 Euro im Monat, nach fünf Jahren 949,86 Euro und nach zehn Jahren 994,86 Euro. Wer extra Räume für die Tagespflege angemietet hat, erhält 929,23 Euro, 976,93 Euro oder 1.021,93 Euro.
In den Summen stecken Sachkosten, eine Zulage von 26 Euro und ein Sonderzuschuss des Freistaats von 35 Euro für die mittelbare pädagogische Arbeit. Die eigentliche Förderleistung liegt je nach Erfahrung bei 654,30, 702 oder 747 Euro. Sie orientiert sich am Tarifvertrag für den Sozial- und Erziehungsdienst im öffentlichen Dienst. Für Fortbildungen stehen künftig bis zu 170 Euro statt bisher 160 Euro je Tagespflegeperson bereit.
Unverändert bleiben 26 bezahlte Urlaubstage, bis zu 15 Krankheitstage und zwei Fortbildungstage. Die Stadt hebt die Geldleistung alle zwei Jahre an. Das Vorgehen ist nach Angaben der Verwaltung mit der Großen Kreisstadt Coswig abgestimmt.
Für 2027 rechnet Radebeul in der Kindertagespflege mit Ausgaben von 678.700 Euro. Davon sollen 214.600 Euro als Landeszuschuss zurückfließen. Die Mittel stehen unter dem Vorbehalt, dass der Stadtrat den Haushalt beschließt.
Der Bildungs-, Kultur- und Sozialausschuss der Stadt Radebeul tagt öffentlich am Dienstag, 27. Oktober 2026. Vorlage und Anlagen stehen im Ratsinformationssystem der Stadt.