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Spatenstich am Franziskaneum: Meißens größte Schule bekommt eine Dreifeldhalle

Spatenstich am Franziskaneum: Meißens größte Schule bekommt eine Dreifeldhalle
Spatenstich mit Minister und OB. Foto: Kultusministerium
Am Gymnasium Franziskaneum in Meißen hat der Bau der lange erwarteten Dreifeldsporthalle offiziell begonnen. Kultusminister Conrad Clemens, Schulleiterin Heike Zimmer und Oberbürgermeister Markus Renner griffen zum Spaten.

Meißen. Am Gymnasium Franziskaneum ist am Dienstag der erste Spatenstich für eine neue Dreifeldsporthalle gesetzt worden. Gemeinsam mit Schulleiterin Heike Zimmer und Oberbürgermeister Markus Renner griff auch Sachsens Kultusminister Conrad Clemens zum Spaten, wie das Kultusministerium mitteilte. Bauherr ist die Stadt Meißen als Schulträger des Gymnasiums.

Die Stadt veranschlagt die Gesamtkosten auf rund 9,96 Millionen Euro, der Freistaat gibt 5,8 Millionen Euro dazu. Rechnerisch bleiben gut 4,1 Millionen Euro, die die Stadt voraussichtlich aus Eigenmitteln aufbringt. Die Landesförderung hatte lange auf sich warten lassen: Im Juni 2025 beklagte eine Elternsprecherin im Stadtrat, dass die Mittel wegen des fehlenden Landeshaushalts ausblieben und der Sportunterricht erneut gekürzt werden müsse. Noch beim Besuch von Clemens am Franziskaneum Anfang Juli 2026 gab es laut Meißen Fernsehen keine konkrete Förderzusage.

Auf sieben Hallen im Stadtgebiet verteilt

Die Halle entsteht an der Ludwig-Richter-Straße am Ludwig-Richter-Berg. Ein Standort auf dem Ratsweinberg war aus Denkmalschutzgründen verworfen worden, die Stadt kaufte stattdessen für 169.000 Euro ein Grundstück. Seit Ende 2023 wurde das Baufeld freigemacht, dabei wurden unter anderem Werkstatt- und Garagenbauten abgerissen. Den Neubau hatte der Stadtrat 2019 beschlossen, die Vorplanung im März 2022 gebilligt.

Die schuleigenen Turnhallen in Haus A und Haus B sind laut städtischer Nutzungsordnung Einfeldhallen. Für den Sportunterricht waren die Schülerinnen und Schüler nach Angaben der Stadt zuletzt auf sieben Hallen im Stadtgebiet verteilt. „Das ist logistische Schwerstarbeit“, sagte Zimmer im Februar 2024. Renner nannte das Gymnasium damals „unsere größte Schule“. Im Schuljahr 2021/22 lernten am Franziskaneum rund 1.000 Schülerinnen und Schüler.

Tribüne, Gymnastikraum, Solardach

Geplant ist ein Massivbau aus Sporthalle, Wirtschaftstrakt mit Umkleiden und Geräteräumen sowie einem Gymnastikgebäude. Die Halle lässt sich in drei Felder teilen, die Tribüne fasst bis zu 150 Personen. Aufs Dach kommt eine Photovoltaikanlage, außerdem sind Pkw-Stellplätze, Fahrradständer und ein kleines Ballsportfeld vorgesehen. Abends sollen auch Sportvereine die Halle nutzen können.

Den Rohbau vergab der Stadtrat im August für rund 3 Millionen Euro an die Karl Köhler Bauunternehmung aus Heidenau, die fest eingebauten Sportgeräte für rund 180.000 Euro an die Firma Benz. Weitere Gewerke sind ausgeschrieben, die Vertragslaufzeiten reichen bis Februar und März 2028. Die Halle könnte demnach im Frühjahr 2028 fertig sein. Stadtrat Martin Bahrmann (FDP) kommentierte den Spatenstich so: "Gut angelegtes Geld für unsere Kinder."