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Skatehalle Meißen: Verein holt 8.000 Euro beim Ostdeutschland-Wettbewerb

Skatehalle Meißen: Verein holt 8.000 Euro beim Ostdeutschland-Wettbewerb
Skaten unter dem Hallenbogen: Die ehemalige Gewichtheberhalle im Heiligen Grund haben Jugendliche zur Skatehalle umgebaut. Foto: Video "machen!2026/DSEE“
Der Meißner Jugendverein JuClu16 hat beim Engagementwettbewerb „machen!2026“ in der Kategorie „NextGen engagiert“ den dritten Platz belegt. Mit dem Preisgeld soll die Skatehalle im Heiligen Grund zu einem Jugendzentrum wachsen. Als Nächstes wünschen sich die Jugendlichen eine Boulderwand.

Meißen. Jubel in der Meißner Gewichtheberhalle. Der JuClu16 e.V. hat beim ostdeutschen Engagementwettbewerb „machen!2026“ in der Kategorie „NextGen engagiert“ den 3. Platz belegt und bekommt dafür 8.000 Euro. Die Preise wurden kürzlich im Stadion „An der Alten Försterei“ in Berlin verliehen. Ausgerichtet wird der Wettbewerb von der Ostbeauftragten der Bundesregierung, Staatsministerin Elisabeth Kaiser, zusammen mit der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE). Er zeichnet Projektideen aus, die das Miteinander und die Lebensqualität im ländlichen Raum stärken.

Laut DSEE hatten sich mehr als 1.000 gemeinnützige Organisationen beworben. Ausgezeichnet wurden 200 Projektideen, dazu kamen sieben Sonderpreise. Insgesamt gibt es mehr als 830.000 Euro. In der Jugendkategorie gewann der mobile Jugendclub aus Wismar mit einem DJ-Partybus (10.000 Euro). Platz zwei ging an den Bundesverband Down-Syndrom aus Heiligenstadt für einen politischen Stammtisch in Leichter Sprache (9.000 Euro).

Von der Halfpipe zur Boulderwand

Ausgezeichnet wurde das Projekt „Jugendzentrum Skatehalle Meißen“. Seit Ende 2023 bauen Jugendliche die ehemalige Gewichtheberhalle an der Goethestraße im Heiligen Grund zu einem Skatepark und Treffpunkt um. Nach einem Umbau wurde die Halle im November 2025 wiedereröffnet. Mit dem Preisgeld will der Verein sie nach und nach zu einem vollwertigen Jugendzentrum ausbauen. Die Jugendlichen seien von der ersten Idee über die Planung bis zum Bau beteiligt, teilt der Verein mit. Als Nächstes wünschen sie sich eine eigene Boulderwand.

„Im Meißner Raum fehlen nach wie vor geschützte, gestaltbare Räume für junge Menschen. Unsere Skatehalle zeigt jeden Tag, wie riesig der Bedarf ist", sagt Sozialpädagogin Lara Schlagowski. „Dass wir die Halle gemeinsam mit den Jugendlichen von der ersten Skizze bis zur letzten Schraube weiterbauen, stärkt ihr Selbstbewusstsein und ihr Gemeinschaftsgefühl enorm. Der Preis ist eine großartige Bestätigung für dieses Engagement.“

Es ist nicht der erste große Preis für den Verein: 2025 gewann der JuClu16 einen der drei ersten Preise der Ferry Porsche Challenge, dotiert mit 75.000 Euro. Nach Angaben von Online-Kartendiensten hat die Skatehalle freitags und samstags von 14 bis 20 Uhr geöffnet.

Weitere Preise im Landkreis

Auch weitere Projekte aus dem Landkreis Meißen wurden ausgezeichnet. Je 6.000 Euro bekommen der Förderverein Kombination aus Großenhain für eine Schülerreise zur Olivenernte nach Kalabrien und der Verein Zeugen der Flucht für Begegnungsworkshops von Jugendlichen mit Geflüchteten in Großenhain. Der Verein Partnerschaft mit Osteuropa aus Coswig erhält einen Sonderpreis über 5.000 Euro für ein Benefizkonzert mit einem ukrainischen Kinderchor. Anerkennungspreise von je 2.500 Euro gehen an drei Projekte in Riesa und Moritzburg-Reichenberg.