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Schloss Wackerbarth schließt Hauptlese ab – zwei Wochen früher als im Vorjahr

Schloss Wackerbarth schließt Hauptlese ab – zwei Wochen früher als im Vorjahr
Sonnenaufgang über Rebflächen von Schloss Wackerbarth. Foto: Schloss Wackerbarth
Das Staatsweingut in Radebeul rechnet mit dem Ende der Hauptlese bis zum Wochenende. Die ersten 2026er Weine sollen im Frühjahr 2027 kommen. Für Eiswein bleiben Traminer-Trauben am Stock.

Als letztes größeres Weingut im Elbtal zieht Schloss Wackerbarth die Weinlese 2026 zu Ende. Das Staatsweingut werde die Hauptlese voraussichtlich Ende dieser Woche – und damit zwei Wochen früher als im vergangenen Jahr – erfolgreich abschließen, teilt Kommunikationsleiter Martin Junge mit. Aktuell lesen die Winzer noch selektiv per Hand Spätburgunder und Blaufränkisch auf dem Thonberg sowie die letzten Riesling-Trauben für edelsüße Lagenweine vom Goldenen Wagen und vom Wackerbarthberg in Radebeul.

Die Lese hatte am 20. August mit Goldriesling begonnen. Der Weinbauverband Sachsen hatte Anfang Oktober bereits gemeldet, die Ernte im Anbaugebiet sei im Großen und Ganzen beendet; nur bei Wackerbarth seien noch Restbestände offen gewesen. Mit dem bevorstehenden Abschluss der Hauptlese ist auch dort der Großteil der Arbeit getan.

Jahrgang wie 2018 und 2019

Das Weinjahr 2026 erinnere an 2018 und 2019: warmer, sonnenreicher Sommer mit langanhaltender Trockenheit und Hitze. Mit Bewässerung der Junganlagen, angepasster Bodenbearbeitung und aufwendiger Laubwandpflege hätten die Winzer die Reben unterstützt. Bei der Ernte seien warme Tage und kühle Nächte der Säure zugutegekommen. Die Trauben seien gesund gewesen, mit guten Mostgewichten, starker Aromaausbildung und ausgewogener Säure.

Mit Erntemenge und Qualitäten im Keller sei man zufrieden, heißt es. Das Gut gehe von einem hochwertigen 2026er Jahrgang aus: feinfruchtig und elegant, mit guter Struktur, in der „Cool Climate“-Stilistik des Hauses. Die Menge liege auf dem Niveau des langjährigen Durchschnitts.

Verkauf ab Frühjahr 2027 – Hoffnung auf Eiswein

Die ersten ausgewählten 2026er Weine – Goldriesling und Müller-Thurgau – sollen nach jetziger Planung im Frühjahr 2027 in den Verkauf kommen. Für einen möglichen Eiswein hat das Gut im Weinberg Paradies auf 2.000 Quadratmetern an rund 1.000 Traminer-Rebstöcken Trauben hängen lassen. Ob daraus Eiswein wird, hängt vom Frost in den kommenden Wochen ab.