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Plossen: Zweieinhalb Jahre Vollsperrung

Straße Plossen in Meißen
Jahrelang in der Diskussion: Plossenaufstieg in Meißen. Foto: Bürgerstiftung Meißen/Stadtwiki
Über 100 Meißner kamen zur Einwohnerversammlung zum Ausbau des Plossenaufstiegs. Gebaut werden darf jetzt, die Bagger rollen aber wohl erst in den 2030er Jahren.

Meißen. Kaum eine Straße in Meißen ist so lange und so heftig diskutiert worden wie der Plossen. Am Donnerstagabend hatte Oberbürgermeister Markus Renner zur Einwohnerversammlung „Ausbau Plossen“ in den Großen Ratssaal des Rathauses eingeladen. Mehr als 100 Meißnerinnen und Meißner kamen, berichtet Ex-Landratssprecherin Kerstin Thöns, die an dem Abend dabei war. Die Stimmung sei erstaunlich sachlich gewesen, die Fragen sehr kompetent.

Grundlage ist der Planfeststellungsbeschluss der Landesdirektion Sachsen vom 24. August 2026. Zuständig für die Staatsstraße S177 ist der Freistaat.  Ausgebaut werden rund 628 Meter. Die Fahrbahn wird 7,25 Meter breit, dazu kommen ein Geh- und Radweg und Stützwände. Als Gründe nennen die Planer die schlechte Fahrbahn, die starke Steigung, die gefährliche Haarnadelkurve und die zu geringe Breite. Immer wieder führte der Plossen zu langen Staus und Unfällen.

Für die Bauzeit rechnet die Landesdirektion mit rund zweieinhalb Jahren unter Vollsperrung. Anlieger sollen dann über Lercha sowie über Polenz, Buschbadweg und Polenzer Weg fahren. Der Siebeneichener Schlossberg bleibt Rettungsdiensten und Bussen vorbehalten. Die Umleitungsstrecken werden vorher ausgebaut. Der eigentliche Plossen-Ausbau ist für die 2030er Jahre geplant.

Nicht jede Frage ließ sich am Abend beantworten, etwa die nach dem künftigen Busfahrplan. Auch eine genaue Kostenrechnung fehlt noch. Für die Stadt habe die Anbindung der Anwohner am Plossen höchste Priorität.

Die Planunterlagen liegen noch bis 2. November 2026 in Meißen, Leipziger Straße 10, und in Klipphausen aus. Danach kann innerhalb eines Monats beim Oberverwaltungsgericht Bautzen Klage erhoben werden.