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Patenschiff: Fregatte "Sachsen" trifft am besten

Vier Marinesoldaten an Deck der Fregatte Sachsen halten die Plakette des Barbarapreises
Stolz auf den Barbarapreis: Besatzungsmitglieder der Fregatte „Sachsen“ mit der Auszeichnung an Bord. Foto: Bundeswehr/Antonia Steckmann
Die Fregatte „Sachsen“ hat den Barbarapreis der Einsatzflottille 2 bekommen. Ausgezeichnet wird damit jedes Jahr nur ein deutsches Schiff, und die Crew musste dafür auf See, in der Luft und an Land treffen.

Wilhelmshaven. Das Patenschiff des Freistaats hat einen Preis gewonnen. Die Fregatte „Sachsen“ bekam Mitte September bei einer Besatzungsmusterung den Barbarapreis der Einsatzflottille 2. Das teilte die Bundeswehr in den sozialen Netzwerken mit.

Mit dem Preis wird die Rohrartillerie ausgezeichnet. Er geht jedes Jahr an die deutsche Überwassereinheit mit den meisten erfolgreich dokumentierten Schießvorhaben. Benannt ist er nach der heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Artilleristen. Im vergangenen Jahr bewies die Crew ihr Können mit allen Rohrwaffen des Schiffs, von den 27-mm-Marineleichtgeschützen bis zu den großen Turmgeschützen (76 Millimeter). Geschossen wurde auf Ziele auf See, in der Luft und an Land. „Der Preis ist damit nicht nur eine Auszeichnung für viele erfolgreiche Schießvorhaben, sondern vor allem eine Anerkennung für Ausbildung, Einsatzbereitschaft und das Zusammenspiel der gesamten Besatzung“, heißt es von Bord.

Glückwünsche für die Besatzung der Fregatte „Sachsen“: rechts Fregattenkapitän Wolfgang Eckmüller, bis September Kommandant des Schiffs. Foto: Bundeswehr/Antonia Steckmann

Für die Besatzung war es ein bewegtes Jahr. Seit Januar war die „Sachsen“ fast sieben Monate lang im NATO-Verband Standing NATO Maritime Group 1 unterwegs. Sie fuhr durch Nordsee, Ostsee und Nordatlantik und war von April bis Juli Flaggschiff des Verbands. Anfang Juli nahm die Fregatte in Norfolk und New York an den Feiern zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der USA teil. Nach rund 66.600 Kilometern kam sie am 25. Juli nach Wilhelmshaven zurück. Schon im Herbst 2025 hatte die „Sachsen“ ein großes Schießen im Nordmeer geführt (diesachsen.de berichtete).

Kurz nach der Preisverleihung kam ein neuer Kommandant an Bord. Am 18. September übergab Fregattenkapitän Wolfgang Eckmüller nach drei Jahren das Kommando an Fregattenkapitän Mark Baumert. Eckmüller geht ins Verteidigungsministerium nach Berlin.

Die „Sachsen“ (F 219) ist das Typschiff der Sachsen-Klasse, zu der drei Fregatten gehören. Sie wurde im November 2004 in Dienst gestellt und hat ihren Heimathafen in Wilhelmshaven. Ihr Schwerpunkt ist die Luftverteidigung. Das Radar SMART-L kann den Luftraum über der gesamten Nordsee überwachen und mehr als 1.000 Ziele gleichzeitig erfassen. Zur Besatzung gehören rund 250 Soldatinnen und Soldaten. Der Freistaat Sachsen ist seit 1999 Pate des Schiffs. Regelmäßig besuchen Delegationen der Besatzung das Patenland, zuletzt im Oktober 2025 (Bericht hier).