Niederau: Leere Kasse, kein Begrüßungsgeld für Babys mehr
Niederau. Die Gemeinde Niederau zahlt derzeit kein Begrüßungsgeld für Neugeborene aus. Das teilte sie in einer Bekanntmachung vom 7. Oktober mit. Als Grund nennt die Gemeinde die derzeit geltende Haushaltssperre. „Wir bedauern dies sehr und bitten um Ihr Verständnis“, heißt es in der Mitteilung.
Die Haushaltssperre für freiwillige Leistungen gilt seit dem 15. April 2026. Das hatte Bürgermeister Thomas Claus im Amtsblatt der Gemeinde vom April angekündigt. Als Hauptgrund nannte er den Einbruch der Gewerbesteuer. Statt der geplanten 1.615.000 Euro standen damals für das laufende Jahr nur 465.000 Euro zur Verfügung, ein Rückgang um rund 72 Prozent. „Unsere Liquidität ist inzwischen in einem sechsstelligen Minusbereich angekommen“, schrieb Claus.
Betroffen sind nach seinen Worten neben dem Begrüßungsgeld auch Vereine, Jugendarbeit und Ehrenamt. „Das ist bitter – und politisch nicht gewollt!“, so der Bürgermeister. Die Sperre sei nicht endgültig. „Wir überprüfen die Lage fortlaufend und werden sofort reagieren, sobald sich unsere finanzielle Situation entspannt.“
Wie hoch das Begrüßungsgeld bisher war, geht aus den Mitteilungen der Gemeinde nicht hervor. Ebenfalls offen ist, ob Familien, deren Kinder während der Sperre geboren werden, das Geld später noch erhalten.
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