Meißen: Blitzanhänger erfasst in drei Monaten 5.188 Verstöße
Meißen. Der mobile Blitzanhänger der Stadt hat seit Ende Juli bis zum 19. Oktober 5.188 Geschwindigkeitsverstöße erfasst. Das geht aus dem Geschäftsbericht der Stadtverwaltung für Mai bis Oktober hervor, den der Stadtrat am Mittwoch, 4. November, zur Kenntnis nimmt.
Seit Ende Juli steht der sogenannte Enforcementtrailer an Unfallhäufungsstellen, vor Kindergärten und Schulen sowie an Beschwerdestellen. Die Stadt hatte das Gerät im Sommer für zwölf Monate angemietet. Die nun vorgelegte Bilanz zeigt, wie intensiv die Anlage in den ersten Monaten genutzt wurde.
Standesamt und Feuerwehr mit hohen Zahlen
Im Ordnungsamt listet der Bericht unter anderem die Zahlen des Standesamts auf: 151 Eheschließungen, 255 Geburten, 635 Sterbefälle, 83 Namensänderungen und 69 Kirchenaustrittserklärungen. Die Freiwillige Feuerwehr wurde dem Bericht zufolge in diesem Jahr bisher zu 333 Einsätzen gerufen. Neun Brandverhütungsschauen und Schulungen des Verwaltungsstabs kamen hinzu.
Im Bürgerservice können Bürgerinnen und Bürger an denselben Schaltern nun auch Gewerbean-, -ab- und -ummeldungen erledigen. Als Belebung der Innenstadt nennt das Gewerbeamt die Eröffnung des Café Herzstück auf dem Markt.
Kitas, Bauvorhaben und Haushalt
Das Familienamt begleitete die Schließung der Kita Nassau-Mücken und den Umzug an den neuen Standort am Leitmeritzer Bogen, der unter dem Namen Arita-Kinderland weitergeführt wird. Zugleich setzte die Stadt den Stadtratsbeschluss zur Schließung der Kita Regenbogen um, prüfte Unterbringungsmöglichkeiten für die Kinder und strukturierte den Fusionsprozess.
Im Tiefbau liegt die Ausführungsplanung für die barrierefreie Erschließung des Domplatzes (2. und 3. Bauabschnitt) vor. Für das Wohngebiet Triftweg entsteht die Ausführungsplanung, Ziel ist ein Baubeginn im März 2027. An der Zscheilaer Straße läuft die Entwurfsplanung für den 2. Bauabschnitt zwischen B 101 und Joachimstal.
Das Finanzverwaltungsamt hat den Jahresabschluss 2025 zur örtlichen Prüfung übergeben. Die Beschlussvorlage dazu soll in derselben Stadtratssitzung am 4. November kommen. Parallel wird am Doppelhaushalt 2027/2028 gearbeitet. In der Steuerabteilung laufen weiterhin Änderungen nach der Grundsteuerreform, die Widerspruchsrate lag damals bei rund fünf Prozent. Zugleich legt die Stadt etwa 1.100 Hundesteuerakten als elektronische Akten an.
Weitere Stichworte des Berichts sind die Zeiterfassung mit dem System LOGA³, die Übernahme von Gefängnisbüchern aus den Jahren 1933 bis 1941 ins Stadtarchiv, die federführende Betreuung des Projekts zum autonomen Fahren und die Mitgründung des Netzwerks MOBILINK sowie die Beteiligung zum Verkehrskonzept Altstadt, die noch läuft.
Der Geschäftsbericht der Stadtverwaltung (Informationsvorlage Nr. 26/8/162) steht am Mittwoch, 4. November 2026, ab 17 Uhr auf der öffentlichen Tagesordnung des Stadtrates im Rathaus, Markt 1. Verfasser ist Oberbürgermeister Markus Renner.